30 January 2026, 09:16

Batteriespeicher-Boom in Deutschland: RWE, LEAG und Kyon treiben Gigawatt-Projekte voran

Eine detaillierte Karte der ersten deutschen Grafschaft Tirol, die geographische Elemente wie Flüsse, Berge und Städte zeigt, begleitet von informativem Text und Bildern.

Batteriespeicher-Boom in Deutschland: RWE, LEAG und Kyon treiben Gigawatt-Projekte voran

Deutschlands Markt für Batteriespeicher wächst rasant – doch regulatorische Hürden bleiben

Der deutsche Markt für Batteriegroßspeicher expandiert schnell: Mehrere große Projekte sind bereits in Umsetzung. Führende Energieunternehmen wie RWE und LEAG treiben ehrgeizige Pläne voran, während Kyon Energy bereits eine bedeutende Anlage ans Netz angeschlossen hat. Trotz der Fortschritte warnen Branchenexperten jedoch, dass regulatorische Hindernisse das weitere Wachstum bremsen könnten.

In Niedersachsen hat Kyon Energy in Alfeld ein Batteriespeichersystem (BESS) mit einer Leistung von 137,5 Megawatt (MW) und einer Kapazität von 282 Megawattstunden (MWh) erfolgreich in Betrieb genommen. Die Anlage, die über eine 110-Kilovolt-Leitung des Verteilnetzbetreibers Avacon angebunden ist, soll bis August 2026 die volle kommerzielle Betriebnahme erreichen.

Unterdessen hat RWE grünes Licht für einen Batteriespeicher in Lingen – ebenfalls in Niedersachsen – gegeben. Das Projekt, das am 2. Februar 2026 bekannt gegeben wurde, umfasst 200 Lithium-Ionen-Speichereinheiten, 100 Wechselrichter, über 50 Mittelspannungstransformatoren und zwei Hochspannungstransformatoren. Die Fertigstellung ist für 2028 geplant; die Anbindung an das Netz erfolgt über das nahegelegene Umspannwerk Hilgenburg, das derzeit vom Übertragungsnetzbetreiber Amprion gebaut wird. Die Anlage in Lingen ist mit netzbildenden Fähigkeiten ausgestattet, um die Netzstabilität zu verbessern und stabile Strompreise zu unterstützen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Auch LEAG treibt seine Speicherprojekte voran: Im September 2024 begann der Bau eines 1-Gigawatt-(GW)-Speichers mit 4 Gigawattstunden (GWh) Kapazität in Boxberg. Zudem entwickelt das Unternehmen ein weiteres Projekt mit 400 MW Leistung und 1,6 GWh Kapazität, für das bereits Lieferverträge abgeschlossen wurden. An beiden Standorten dürften die Bauarbeiten bereits laufen – ein weiterer Beleg für Deutschlands Wandel hin zu großskaliger Energiespeicherung.

Diese Vorhaben markieren eine neue Phase für den deutschen Markt für netzgeführte Speicherlösungen, deren Kapazitäten beispiellose Ausmaße erreichen. Die Anlagen in Alfeld und Lingen werden eine Schlüsselrolle bei der Balance von Angebot und Nachfrage spielen, während LEAGs Projekte die Entschlossenheit des Landes im Rahmen der Energiewende unterstreichen. Dennoch könnten anhaltende politische und regulatorische Herausforderungen das Tempo künftiger Ausbaustufen beeinflussen.