Was hat Rudi Völlers Debüt als Trainer mit Barsinghausen zu tun? - Barsinghausen bleibt Völlers Glücksort für den deutschen Fußball
Die deutsche Fußballnationalmannschaft ist nach Barsinghausen zurückgekehrt, um sich dort auf die anstehenden Spiele vorzubereiten. Die niedersächsische Stadt, Sitz des regionalen Fußballverbandes, nimmt in der Geschichte des deutschen Fußballs einen besonderen Platz ein – vor allem für Rudi Völler. Der ehemalige Stürmer und Ex-Nationaltrainer hatte dort vor über zwei Jahrzehnten erstmals seine Mannschaft auf einen denkwürdigen Sieg gegen Spanien vorbereitet.
Barsinghausen ist seit Langem ein zentraler Ort für den deutschen Fußball. Im Jahr 2000 wählte Rudi Völler die Stadt als Trainingslager für sein Debüt als Nationalcoach aus. Sein Team trainierte eine Woche lang dort, bevor es Spanien in Hannover mit 4:1 besiegte – auf der gegnerischen Seite standen damals Stars wie Raúl und Pep Guardiola. Jahre später soll Guardiola Völler bei einem Kaffee noch einmal an dieses Spiel erinnert haben.
Die modernen Anlagen der Stadt machen sie zu einem beliebten Trainingsstandort. Auch die polnische Nationalmannschaft quartierte sich während der WM 2006 in Barsinghausen ein. Für Völler war der Ort bereits vertraut: 1994 hatte er dort als Spieler vor der WM in den USA trainiert. Seine Verbindung zu Niedersachsen reicht noch tiefer. Drei Jahre lang spielte er für Werder Bremen, wo er auch seine erste Frau heiratete. Die Ehe endete später – mitunter wegen der Herausforderungen während seiner Zeit in Rom, als er für die AS Roma auflief. Als torgefährlicher Stürmer erzielte Völler in 90 Länderspielen 47 Tore und feierte mit Werder Bremen, Roma und Olympique Marseille auch auf Vereinsebene große Erfolge. Nun wirft eine neue Dokumentation mit dem Titel Rudi Völler – Es gibt nur einen einen Blick auf seine Karriere und sein Leben. Unterdessen trainiert auch die kroatische Männer-Handballnationalmannschaft derzeit in Barsinghausen und festigt so den sportlichen Ruf der Stadt.
Die Rückkehr der deutschen Mannschaft nach Barsinghausen unterstreicht die anhaltende Bedeutung des Ortes für die Fußballvorbereitung. Völlers frühe Erfolge dort – sowohl als Spieler als auch als Trainer – bleiben ein prägender Teil seiner Geschichte. Die Dokumentation und die laufenden Trainingslager halten die sportliche Strahlkraft der Stadt lebendig.






