Autohändler fordern einfachere Regeln für E-Auto-Förderungen und warnen vor Branchenkollaps
Grzegorz LoosAutohändler fordern einfachere Regeln für E-Auto-Förderungen und warnen vor Branchenkollaps
Burkhard Weller, Inhaber eines deutschen Autohauses, fordert klarere Regeln bei den Fördergeldern für Elektrofahrzeuge. Im AUTOHAUS-Podcast warnte er vor großen Herausforderungen für die Branche. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der der Verband der Deutschen Automobilhändler (VAD) eine stärkere politische Vertretung für unabhängige Händler einfordert.
Weller betonte, die Regierung müsse die Antragsverfahren für Fördermittel vereinfachen. Die finanzielle Unterstützung solle ab dem 1. Januar gelten und auch junge Gebrauchtwagen umfassen. Das aktuelle System belaste den Verkaufsprozess seiner Meinung nach mit unnötiger Bürokratie.
Der Autohausbesitzer sagte zudem einen deutlichen Rückgang unabhängiger Standorte voraus. Er rechnet damit, dass weniger als 3.000 Betriebe übrig bleiben, während sich der Markt wandelt. Besonders besorgniserregend sei der Aftersales-Bereich, wo er aufgrund des geringeren Verschleißes bei Elektrofahrzeugen sinkende Service-Nachfrage erwartet.
Im Podcast unterstrich Weller die Notwendigkeit, dass Händler ihre Geschäftsmodelle anpassen müssten. Traditionelle Ansätze würden in einem elektrifizierten Markt nicht mehr funktionieren, argumentierte er. Der VAD-Präsident fügte hinzu, dass Politiker aufhorchten, wenn Unternehmer direkt über ihre Schwierigkeiten sprächen.
Zu Wellers Forderungen gehören rückwirkende Förderungen und ein vereinfachter Prozess für Käufer. Der VAD setzt sich weiterhin für unabhängige Händler ein, die mit den Branchenveränderungen konfrontiert sind. Ohne Anpassungen, warnt er, könnten viele Betriebe die Umstellung nicht überstehen.






