Ärzte fordern radikales Alkohol-Verbot für Jugendliche unter 16 Jahren
Franjo HandeÄrzte fordern radikales Alkohol-Verbot für Jugendliche unter 16 Jahren
Kassenärztliche Vereinigung Marburg fordert schärfere Alkoholgesetze in Deutschland
Die Kassenärztliche Vereinigung Marburg setzt sich für strengere Alkoholregelungen in Deutschland ein. Ihr Vorschlag zielt insbesondere auf junge Konsumenten ab: Die bisherige Ausnahme, die es 14- und 15-Jährigen erlaubt, mit elterlicher Erlaubnis Bier, Wein oder Sekt zu kaufen, soll gestrichen werden. Zudem fordert die Vereinigung schärfere Kontrollen beim Verkauf hochprozentiger Spirituosen.
Aktuell dürfen Jugendliche ab 14 Jahren in Deutschland in Begleitung eines Elternteils leichte Alkoholika wie Bier oder Wein konsumieren. Die Marburger Ärzteverbandsvertreter argumentieren nun, dass diese Regelung vollständig abgeschafft werden müsse. Sie berufen sich auf Studien, die zeigen, dass früher Alkoholkonsum das Risiko für spätere Abhängigkeiten und langfristige gesundheitliche Schäden erhöht.
Darüber hinaus soll der Verkauf von Hochprozentigem stärker eingeschränkt werden. Nach dem Plan der Vereinigung dürften Supermärkte, Tankstellen und Kioske keine Spirituosen mehr anbieten. Stattdessen sollten nur noch lizenzierte Fachgeschäfte hochprozentigen Alkohol verkaufen. Die Delegierten verweisen auf internationale Untersuchungen, die belegen, dass höhere Altersgrenzen und strengere Verkaufsbestimmungen den Alkoholkonsum bei Minderjährigen verringern und Jugendliche besser schützen.
Die Kassenärztliche Vereinigung stuft Alkohol als eines der größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken in Deutschland ein. Die Kampagne folgt wachsender Besorgnis über die Folgen von frühem Alkoholkonsum für lebenslange Gewohnheiten und die öffentliche Gesundheit.
Sollten die Vorschläge umgesetzt werden, würde dies das begleitete Trinken für jüngere Teenager beenden und den Verkauf von Spirituosen auf spezialisierte Händler beschränken. Die Marburger Vereinigung betont, dass diese Maßnahmen alkoholverbundene Schäden reduzieren und die langfristige Gesundheit verbessern würden. Bislang haben die zuständigen Behörden noch nicht auf die Vorschläge reagiert.






