12 December 2025, 08:56

Aktivisten verwandeln Osnabrücks Heger Tor in Protest gegen Rüstungsindustrie

Eine Gruppe von Menschen, die auf einer Straße protestieren und Plakate halten, mit Gebäuden, Bäumen und Laternen im Hintergrund unter einem klaren Himmel.

Aktivisten verwandeln Osnabrücks Heger Tor in Protest gegen Rüstungsindustrie

Protest gegen Rüstung am Heger Tor

Aktivisten weihen Osnabrücks Kriegsdenkmal 'Heger Tor' um – als Zeichen gegen geplante Rheinmetall-Niederlassung

1. Dezember 2025, 10:06 Uhr

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Eine Protestgruppe hat das historische Kriegerdenkmal Heger Tor in Osnabrück umgestaltet, um gegen die geplante Ansiedlung eines Rheinmetall-Standorts in der Stadt zu demonstrieren. Die unter dem Namen Rausmetall auftretenden Aktivist:innen besprühten das Tor mit Graffiti und benannten es im Rahmen einer Kampagne gegen die Rüstungsindustrie um. Ihre Aktion löste scharfe Reaktionen bei den lokalen Behörden aus.

Die Graffiti am Heger Tor nahmen Bezug auf eine umstrittene Aussage von Verteidigungsminister Boris Pistorius, der Deutschland bis 2029 'kriegsbereit' sehen will. Die Aktivist:innen nutzten den Protest zudem, um eine 'Entmilitarisierung der Gesellschaft' und eine Welt ohne Rüstungskonzerne zu fordern. Ihre Parolen wurden nach zwei Reinigungsaktionen für insgesamt 2.500 Euro entfernt, doch die Beschädigung der vergoldeten Metallschrift wird weitere, vermutlich noch kostspieligere Restaurierungsarbeiten erfordern.

Der Protest hat nicht nur Rheinmetalls Pläne verzögert, sondern auch die Debatte über die militärische Aufrüstung Deutschlands neu entfacht. Die Behörden leiteten rechtliche Schritte ein, während die Kosten für die Instandsetzung des Denkmals weiter steigen. Wie die Ermittlungen ausgehen und wie das Unternehmen weiter verfahren wird, bleibt vorerst ungewiss.