A39-Ausbau zwischen Wolfsburg und Lüneburg: Haushalt 2026 bringt Hoffnung, doch Klagen blockieren Fortschritt
A39-Ausbau zwischen Wolfsburg und Lüneburg: Haushalt 2026 bringt Hoffnung, doch Klagen blockieren Fortschritt
Der Ausbau der Autobahn A39 zwischen Wolfsburg und Lüneburg bleibt ein umstrittenes Thema, während der Bundestag sich auf die Abstimmung über den Haushalt 2026 später in diesem Monat vorbereitet. Nach anfänglichem Ausschluss der Projektförderung hat die Bundesregierung die Mittel nun doch in die Finanzplanung aufgenommen. Rechtliche Auseinandersetzungen werfen jedoch weiterhin die Frage auf, ob und wann die Bauarbeiten wie geplant beginnen können.
Der A39-Ausbau stößt auf starken Widerstand von Umweltschutzgruppen, während Wirtschaftsverbände und Anwohner in verkehrsbelasteten Dörfern entlang der B4 auf eine Fertigstellung drängen. Trotz der gespaltenen Meinungen hatte die Bundesregierung das Vorhaben zunächst nicht im Haushalt 2026 berücksichtigt, bevor sie ihre Haltung änderte.
Die für den Ausbau zuständige Autobahn GmbH warnt, dass der Zeitplan für die Schließung der Lücke in der Autobahn ungewiss bleibt. Ein zentrales Hindernis ist die noch anhängige Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss für den Abschnitt 7 im Landkreis Wolfsburg/Gifhorn. Das Bundesverwaltungsgericht hat hierüber noch nicht entschieden, sodass der Fahrplan für diesen Teil des Projekts in der Schwebe hängt. Beim Abschnitt 1 in der Nähe Lüneburgs könnten die Vorbereitungsarbeiten bis Ende 2025 beginnen, da die sofortige Vollziehbarkeit der Genehmigung Fortschritte trotz laufender Rechtsstreitigkeiten ermöglicht. Die Abschnitte 6 und 7 zwischen Wittingen und Wolfsburg liegen jedoch weiterhin auf Eis. Die anfängliche Hoffnung auf eine zügige Lösung im Jahr 2024 hat sich verflüchtigt – eine klare Entscheidung ist nicht in Sicht.
Die anstehende Haushaltsabstimmung im Bundestag wird zeigen, ob der A39-Ausbau offiziell finanziert wird. Selbst mit gesicherten Mitteln bleiben die Bauzeiten aufgrund der rechtlichen Hürden jedoch ungewiss. Die Zukunft des Projekts hängt nun von Gerichtsurteilen und weiteren Verwaltungsentscheidungen ab.
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