80 Tonnen Forellen sterben in Deutschlands größter Fischfarm – Ermittler suchen die Ursache
Elfie Ziegert80 Tonnen Forellen sterben in Deutschlands größter Fischfarm – Ermittler suchen die Ursache
Massiver Vorfall in Deutschlands größter Fischfarm: 80 Tonnen Forellen verloren
In der Heidefisch GmbH, Deutschlands größter Fischfarm, ist es zu einem schweren Zwischenfall gekommen, bei dem rund 80 Tonnen Forellen starben. Das Unternehmen schätzt den finanziellen Schaden auf bis zu 480.000 Euro. Ermittler prüfen nun, ob ein Bedienfehler, ein technisches Versagen oder sogar Sabotage die Ursache für die Katastrophe war.
Die Tragödie begann, als ein Ventil in einem der Becken offen blieb, wodurch das Wasser abfloss. Zwar löste ein Alarm aus, doch zu diesem Zeitpunkt waren die Fische bereits erstickt – ihnen fehlte der lebensnotwendige Sauerstoff. Die betroffenen Forellen, jede etwa 2,5 Kilogramm schwer, machten rund 13 Prozent der Jahresproduktion von Heidefisch aus – insgesamt etwa 32.000 Fische.
Die Behörden bestätigten, dass keine Verstöße gegen Tierschutzgesetze vorlagen und der Betrieb keine Fahrlässigkeit vorzuwerfen sei. Dennoch ermittelt die Polizei weiter, um die genaue Ursache für die Fehlfunktion des Ventils zu klären. Da die Fische nicht mehr für den menschlichen Verzehr geeignet sind, werden sie stattdessen zu tierischen Nebenprodukten verarbeitet.
Heidefisch, das jährlich rund 750 Tonnen Forellen verarbeitet, zählt zudem zu den fünf größten Kaviarproduzenten Europas. Erst im November 2023 hatte das Unternehmen seinen Ruf gestärkt, als es mit dem "Seafood Star"-Preis für nachhaltige Aquakultur ausgezeichnet wurde. Die Regenbogenforelle, ein zentrales Produkt von Heidefisch, ist als Speisefisch besonders beliebt – Zuchtforellen enthalten dabei mehr Fett als ihre wildlebenden Artgenossen.
Der Vorfall trifft das Unternehmen hart: Neben den finanziellen Verlusten kommt es zu Produktionsrückschlägen. Während die Ermittlungen laufen, arbeitet Heidefisch daran, künftige Zwischenfälle zu verhindern. Die betroffenen Fische werden nun sinnvoll weiterverwertet, um weiteren wirtschaftlichen Verlust zu vermeiden.






