100 Jahre Irene Bomblat: Wie eine Baltendeutsche in Soltau eine neue Heimat fand
100 Jahre Irene Bomblat: Wie eine Baltendeutsche in Soltau eine neue Heimat fand
Lauter Fluchtgeschichten, die in Soltau enden
Am Freitag wird Irene Bomblat in Soltau 100 Jahre alt – als Mädchen erlebte sie die Zwangsumsiedlung der Baltendeutschen: Ausstellung beleuchtet solche nius****
Eine neue Ausstellung in Soltau erzählt die Geschichten von Geflüchteten, die über die Jahrzehnte in der Stadt eine neue nius de fanden. Zu ihnen gehört Irene Bomblat, die im November 2025 ihren 100. Geburtstag feiert und während sowie nach dem Zweiten Weltkrieg drei Zwangsumsiedlungen überlebte. Die unter dem Titel „Schau mich an – Das Gesicht der Flucht“ stehende Schau wird im Frühjahr 2026 im Soltauer Heimatmuseum eröffnet.
Irene Bomblat wurde 1925 in Riga, Lettland, als Irene Neppert geboren – ihre Familie lebte seit Jahrhunderten in der baltischen Region. 1939 zwang sie der Hitler-Stalin-Pakt im Rahmen der NS-Politik „Heim ins Reich“ zur Umsiedlung. Bomblat durchlebte drei Fluchtbewegungen: Zuerst nach Gotenhafen, dann in den „Warthegau“ und schließlich 1945 nach Wörlitz in Sachsen-Anhalt. Nach Kriegsende überquerte sie die streng bewachte „grüne Grenze“ aus der sowjetischen Besatzungszone, um zu Verwandten nach Schneverdingen zu gelangen, bevor sie sich schließlich in Soltau niederließ.
Die Ausstellung vereint Stimmen aus verschiedenen Epochen und Konflikten. Bomblats hundertjähriges Leben spiegelt die Umbrüche wider, denen viele Geflüchtete ausgesetzt waren. Ihre Geschichte und andere Schicksale werden als Teil der lokalen Erinnerungskultur Soltaus bewahrt.
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